“Nosotras” Ausstellung im CAAC
Der Feminismus ist sicherlich eins der Termini, die am meisten fehlinterpretiert werden, und eins der am wenigsten attraktiven Attribute, mit denen sich Frau heute schmücken mag. Was ist mit dem Feminismus passiert, und wieso nehmen nur noch wenige Frauen eine offen feministische Position ein?

Der Feminismus ist, wie wir alle wissen, eine soziale Bewegung, die insbesondere in den 70er Jahren ihren Durchbruch erlangte. Im Kampf um die Geschlechtergleichheit sind Millionen von Frauen in den europäischen und amerikanischen Metropolen auf die Straßen gegangen, und haben die Rolle, die man der Frau bis dahin in der Gesellschaft zuschrieb, in Frage gestellt. Nichts desto trotz hat sich der Feminismus im Laufe der Zeit stark gewandelt, neue Formen angenommen und weiterentwickelt.
Was wir heutzutage unter „Feminismus“ verstehen hat wenig mit der ursprünglichen Bewegung der 60er und 70er Jahre zu tun, und ihre die Mystifizierung der „weiblichen Natur“ als Rekurs, um die Gleichheit zwischen den Geschlechtern zu legitimierien. Er hat auch wenig mit einem angeblichen „Hass“ der Männer zu tun, wie oftmals polemisch angeführt wird. Denn genau da rührt das Problem des heutigen Feminismus her. Denn deswegen haben viele Frauen heute Angst davor sich offen als Feministinnen zu outen. Dies ist aber ein großer Fehler. Denn, obwohl bis heute in Sachen Geschlechtergleichheit viel geschafft worden ist, steht uns tatsächlich noch ein weiter Weg bevor.
Fernab von einer wahrhaftigen sozialen Gleichstellung und ökonomischer Autonomie, ist dieses Ungleichgewicht vor allem in der Kunstwelt zu sehen. Man muss sich nur die Liste der meistverkauften Künstler nschauen, um zu verstehen, dass in der Kunst den Frauen immer noch nicht derselbe Protagnismus zukommt, wie den männlichen Kollegen. In diesem Sinne hat das CAAC ( Das Andalusische Zentrum für Zeitgenössische Kunst) letzten Mai die Ausstellung „Nosotras“ (weiblich für „wir“) eröffnet (die bis zum 26. September anläuft), die interessante Arbeiten der wichigsten Vertreterinnen eines feministischen Programms in den letzten 40 Jahren der Kunstgeschichte zusammenführt. Unter ihnen, Louise Bourgeois, die vor Kurzem verstorben ist, Martha Rosler, Nan Goldin, Ana Mendieta und Sofi Sidén.
Mit dem Gedanken der systematischen Exklusion von Frauen in der Kunstlandschaft entgegenzusteuern, stellt „Nosotras“ die erste Ausstellung eines spanischen Museums oder Kunstvereins dar, die sich voll und ganz dem Feminismus und den Frauen widmet. Miete Appartments in Sevilla und unterstütze diesen ersten Schritt in Richtung Geschlechtergleichheit in der spanischen Kulturlandschaft.






